... den Winter

Wenn die Tage kürzer werden, Schnee und Eis Einzug halten und die Temperaturen sinken, stellt uns der Winter vor besondere Herausforderungen. Viele davon betreffen nicht nur uns Menschen, sondern auch unsere Hunde.

Mit dieser neuen Rubrik möchten wir hilfreiche Informationen, praktische Tipps und interessante Hintergründe zu aktuellen Themen rund um den Hund zusammentragen. Ob Streusalz auf Gehwegen, Winterspaziergänge, Silvester oder andere saisonale Besonderheiten: Hier finden Sie Wissenswertes, das den Alltag mit Ihrem Vierbeiner sicherer und angenehmer machen kann.

Klicken Sie einfach auf die einzelnen Themen, um mehr zu erfahren. Vielleicht entdecken Sie dabei sogar den einen oder anderen Tipp, den Sie bisher noch nicht kannten.

🐾 Viel Freude beim Lesen und Stöbern!

Streusalz

Sobald Schnee und Eis die Straßen bedecken, kommt vielerorts Streusalz zum Einsatz. Doch darf eigentlich noch überall gestreut werden? Und warum finden wir trotz teilweiser Einschränkungen oder Verbote immer wieder Salz auf Gehwegen, Straßen und Plätzen? Bevor wir uns den Auswirkungen auf unsere Hunde widmen, lohnt sich ein kurzer Blick auf das Thema Streusalz selbst.

Darf überhaupt noch mit Streusalz gestreut werden?

Viele Hundehalter gehen davon aus, dass Streusalz längst verboten ist. Tatsächlich gibt es in Deutschland jedoch kein bundesweites Verbot. Ob Streusalz auf Gehwegen verwendet werden darf, entscheidet jede Stadt oder Gemeinde selbst. In vielen Kommunen ist der private Einsatz von Streusalz auf Gehwegen verboten oder stark eingeschränkt. Stattdessen sollen umweltfreundlichere Alternativen wie Sand, Splitt oder Granulat verwendet werden. [ffcheck.eu], [wohnschutz.com]

Trotzdem begegnen uns im Winter häufig gestreute Straßen und Wege. Das liegt unter anderem daran, dass kommunale Winterdienste, Räumfahrzeuge oder Straßenmeistereien auf besonders gefährlichen Strecken weiterhin Streusalz einsetzen dürfen. Auch bei extremer Glätte, Eisregen oder an steilen Gefällestrecken sind teilweise Ausnahmen erlaubt. [bussgeldkatalog.org], [schlaunews.de]

Der Grund für die Einschränkungen ist einfach: Streusalz wirkt zwar sehr zuverlässig gegen Eis und Schnee, kann aber Böden, Pflanzen, Gewässer, Bauwerke und Fahrzeuge schädigen. Auch Hunde und andere Tiere leiden darunter, denn Streusalz kann die empfindlichen Pfotenballen reizen und Entzündungen verursachen. [bussgeldkatalog.org], [schlaunews.de]

Gut zu wissen: Auch wenn in Ihrer Gemeinde der private Einsatz von Streusalz untersagt ist, können Hunde auf Spaziergängen dennoch mit Salz in Kontakt kommen. Besonders an Straßen, Parkplätzen, Bushaltestellen oder stark frequentierten Wegen sollte daher mit Streusalz gerechnet werden. [bussgeldkatalog.org], [schlaunews.de]

💡 Wussten Sie schon?
Dass Streusalz im Baumarkt verkauft wird, bedeutet nicht automatisch, dass es vor Ihrem Haus auch verwendet werden darf. Maßgeblich sind immer die Regelungen Ihrer jeweiligen Stadt oder Gemeinde.

 

Mehr als nur ein Pfotenproblem

 

Streusalz: Gefahr durch Lecken und Schneefressen

Die meisten Hundehalter denken bei Streusalz zuerst an gereizte Pfoten. Tatsächlich kann Streusalz jedoch noch weitere Risiken mit sich bringen.

Bleiben Salzkristalle an den Pfoten oder im Fell haften, werden diese beim Putzen häufig abgeschleckt. Dadurch gelangt das Salz in den Magen-Darm-Trakt und kann zu Beschwerden wie Erbrechen oder Durchfall führen.

Besondere Vorsicht ist bei Schnee in Straßennähe geboten. Von außen sieht er oft sauber und harmlos aus, kann aber bereits mit Streusalz oder anderen Stoffen verunreinigt sein. Hunde, die unterwegs regelmäßig Schnee fressen, nehmen diese Stoffe unter Umständen mit auf.

So schützen Sie Ihren Hund

  • Pfoten nach dem Spaziergang mit lauwarmem Wasser abspülen
  • Zwischen den Zehen kontrollieren
  • Schnee- und Eisklumpen entfernen
  • Pfotenballen regelmäßig auf Risse prüfen
  • Pfotenbalsam verwenden
  • Stärker gestreute Wege möglichst meiden

Unser Winter-Tipp

Nach dem Spaziergang dauert die Pfotenkontrolle oft nur wenige Minuten. Diese Routine kann jedoch helfen, Reizungen, kleine Verletzungen und unnötigen Kontakt mit Streusalz frühzeitig zu erkennen.

Frostschutzmittel

Wenn die Temperaturen sinken, kommt in vielen Fahrzeugen Frostschutzmittel zum Einsatz. Was viele Hundebesitzer jedoch nicht wissen: Bereits kleine Mengen können für Hunde lebensgefährlich werden.

Besonders tückisch ist, dass ausgelaufenes Frostschutzmittel häufig unbemerkt auf Parkplätzen, in Einfahrten oder in Garagenzufahrten landet. Hunde können beim Schnüffeln oder Ablecken damit in Kontakt kommen.

Aus diesem Grund gehört Frostschutzmittel zu den Stoffen, die gerade in der kalten Jahreszeit besondere Aufmerksamkeit verdienen. Ein aufmerksamer Blick auf die Umgebung kann helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen und den Vierbeiner zu schützen.

Warum ist Frostschutzmittel gefährlich?

Viele Frostschutzmittel enthalten Stoffe, die bereits in kleinen Mengen für Hunde hochgefährlich sein können. Besonders problematisch ist, dass manche dieser Flüssigkeiten süßlich schmecken. Dadurch werden sie von Tieren manchmal neugierig aufgenommen. [schlaunews.de]

Nach der Aufnahme können zunächst eher unscheinbare Symptome auftreten, sodass die Gefahr oft nicht sofort erkannt wird. Ohne schnelle Behandlung drohen jedoch schwere gesundheitliche Folgen, insbesondere für die Nieren.

Bereits kleine Mengen können einen Notfall darstellen.

Achten Sie deshalb besonders auf:

  • Pfützen unter abgestellten Fahrzeugen
  • Ausgelaufene Flüssigkeiten in Garagen oder Einfahrten
  • Geöffnete Kanister oder Behälter
  • Bereiche rund um Werkstätten und Parkplätze

Unser Rat: Lassen Sie Ihren Hund unterwegs möglichst keine unbekannten Flüssigkeiten aufnehmen oder ablecken. Besteht der Verdacht, dass Frostschutzmittel aufgenommen wurde, sollte umgehend tierärztlicher Rat eingeholt werden.

Gut zu wissen: Im Gegensatz zu Streusalz, das meist durch Pfotenkontakt oder Schneefressen aufgenommen wird, genügt bei Frostschutzmittel oft schon eine sehr kleine Menge, um eine ernste Vergiftung auszulösen.

Welche Symptome treten auf?

Die ersten Anzeichen einer Vergiftung sind oft unspezifisch und werden nicht immer sofort mit Frostschutzmittel in Verbindung gebracht. Umso wichtiger ist es, aufmerksam zu sein, wenn Ihr Hund möglicherweise mit einer unbekannten Flüssigkeit in Kontakt gekommen ist.

Mögliche Symptome sind:

  • Auffällige Müdigkeit oder Schwäche
  • Unsicherer Gang oder Taumeln
  • Erbrechen
  • Vermehrtes Trinken
  • Häufiges Wasserlassen
  • Appetitlosigkeit
  • Unruhe oder Teilnahmslosigkeit

Mit fortschreitender Vergiftung können schwere Organschäden auftreten, insbesondere an den Nieren.

Deshalb gilt:

Schon bei Verdacht auf die Aufnahme von Frostschutzmittel sollte umgehend ein Tierarzt oder eine Tierklinik kontaktiert werden. Warten Sie nicht erst, bis deutliche Symptome auftreten.

Wichtig: Je früher eine Vergiftung erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Aussichten für den Hund.

Was ist im Ernstfall zu tun?

Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Hund Frostschutzmittel aufgenommen haben könnte, zählt jede Minute. Warten Sie nicht ab, ob Symptome auftreten oder von selbst wieder verschwinden.

  • Bewahren Sie Ruhe.
  • Nehmen Sie Ihren Hund sofort aus dem Gefahrenbereich.
  • Kontaktieren Sie umgehend Ihren Tierarzt oder die nächstgelegene Tierklinik.
  • Teilen Sie mit, wann die mögliche Aufnahme stattgefunden hat und um welchen Stoff es sich möglicherweise handelt.
  • Falls vorhanden, nehmen Sie die Verpackung oder ein Foto des Produkts mit.

Versuchen Sie nicht, Erbrechen selbst auszulösen oder Hausmittel anzuwenden. Dies sollte ausschließlich nach tierärztlicher Anweisung erfolgen.

Je früher die Behandlung beginnt, desto größer sind die Chancen, schwerwiegende Organschäden zu verhindern.

Merkhilfe für den Winter:
Verdacht auf Frostschutzmittel = sofort Tierarzt kontaktieren. Lieber einmal zu viel anrufen als einmal zu wenig.

Dunkelheit

Mit den kürzeren Tagen verlagern sich viele Spaziergänge in die frühen Morgen- oder Abendstunden. Nebel, Regen, Schnee und schlechte Sichtverhältnisse sorgen dafür, dass Hunde und ihre Menschen im Straßenverkehr oft erst spät wahrgenommen werden.

Besonders Hunde mit dunklem Fell können in der Dämmerung oder Dunkelheit schnell übersehen werden. Dabei geht es nicht nur um Straßen und Autos. Auch Radfahrer, Jogger oder andere Spaziergänger erkennen entgegenkommende Hunde häufig erst im letzten Moment.

Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich die Sichtbarkeit jedoch deutlich verbessern. Reflektierende Accessoires, Leuchtmittel und eine erhöhte Aufmerksamkeit tragen dazu bei, dass Mensch und Hund sicher durch die dunkle Jahreszeit kommen.

💡 Gut zu wissen: Viele Hundehalter achten auf ihre eigene Sicht im Dunkeln, werden aber selbst oft erst sehr spät gesehen. Gute Sichtbarkeit sollte daher immer für Mensch und Hund gelten.

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