... den Winter
Viele Hundehalter gehen davon aus, dass Streusalz längst verboten ist. Tatsächlich gibt es in Deutschland jedoch kein bundesweites Verbot. Ob Streusalz auf Gehwegen verwendet werden darf, entscheidet jede Stadt oder Gemeinde selbst. In vielen Kommunen ist der private Einsatz von Streusalz auf Gehwegen verboten oder stark eingeschränkt. Stattdessen sollen umweltfreundlichere Alternativen wie Sand, Splitt oder Granulat verwendet werden. [ffcheck.eu], [wohnschutz.com]
Trotzdem begegnen uns im Winter häufig gestreute Straßen und Wege. Das liegt unter anderem daran, dass kommunale Winterdienste, Räumfahrzeuge oder Straßenmeistereien auf besonders gefährlichen Strecken weiterhin Streusalz einsetzen dürfen. Auch bei extremer Glätte, Eisregen oder an steilen Gefällestrecken sind teilweise Ausnahmen erlaubt. [bussgeldkatalog.org], [schlaunews.de]
Der Grund für die Einschränkungen ist einfach: Streusalz wirkt zwar sehr zuverlässig gegen Eis und Schnee, kann aber Böden, Pflanzen, Gewässer, Bauwerke und Fahrzeuge schädigen. Auch Hunde und andere Tiere leiden darunter, denn Streusalz kann die empfindlichen Pfotenballen reizen und Entzündungen verursachen. [bussgeldkatalog.org], [schlaunews.de]
Gut zu wissen: Auch wenn in Ihrer Gemeinde der private Einsatz von Streusalz untersagt ist, können Hunde auf Spaziergängen dennoch mit Salz in Kontakt kommen. Besonders an Straßen, Parkplätzen, Bushaltestellen oder stark frequentierten Wegen sollte daher mit Streusalz gerechnet werden. [bussgeldkatalog.org], [schlaunews.de]
💡 Wussten Sie schon?
Dass Streusalz im Baumarkt verkauft wird, bedeutet nicht automatisch, dass es vor Ihrem Haus auch verwendet werden darf. Maßgeblich sind immer die Regelungen Ihrer jeweiligen Stadt oder Gemeinde.
Die meisten Hundehalter denken bei Streusalz zuerst an gereizte Pfoten. Tatsächlich kann Streusalz jedoch noch weitere Risiken mit sich bringen.
Bleiben Salzkristalle an den Pfoten oder im Fell haften, werden diese beim Putzen häufig abgeschleckt. Dadurch gelangt das Salz in den Magen-Darm-Trakt und kann zu Beschwerden wie Erbrechen oder Durchfall führen.
Besondere Vorsicht ist bei Schnee in Straßennähe geboten. Von außen sieht er oft sauber und harmlos aus, kann aber bereits mit Streusalz oder anderen Stoffen verunreinigt sein. Hunde, die unterwegs regelmäßig Schnee fressen, nehmen diese Stoffe unter Umständen mit auf.
Unser Winter-Tipp
Nach dem Spaziergang dauert die Pfotenkontrolle oft nur wenige Minuten. Diese Routine kann jedoch helfen, Reizungen, kleine Verletzungen und unnötigen Kontakt mit Streusalz frühzeitig zu erkennen.
Viele Frostschutzmittel enthalten Stoffe, die bereits in kleinen Mengen für Hunde hochgefährlich sein können. Besonders problematisch ist, dass manche dieser Flüssigkeiten süßlich schmecken. Dadurch werden sie von Tieren manchmal neugierig aufgenommen. [schlaunews.de]
Nach der Aufnahme können zunächst eher unscheinbare Symptome auftreten, sodass die Gefahr oft nicht sofort erkannt wird. Ohne schnelle Behandlung drohen jedoch schwere gesundheitliche Folgen, insbesondere für die Nieren.
Bereits kleine Mengen können einen Notfall darstellen.
Achten Sie deshalb besonders auf:
Unser Rat: Lassen Sie Ihren Hund unterwegs möglichst keine unbekannten Flüssigkeiten aufnehmen oder ablecken. Besteht der Verdacht, dass Frostschutzmittel aufgenommen wurde, sollte umgehend tierärztlicher Rat eingeholt werden.
Gut zu wissen: Im Gegensatz zu Streusalz, das meist durch Pfotenkontakt oder Schneefressen aufgenommen wird, genügt bei Frostschutzmittel oft schon eine sehr kleine Menge, um eine ernste Vergiftung auszulösen.
Die ersten Anzeichen einer Vergiftung sind oft unspezifisch und werden nicht immer sofort mit Frostschutzmittel in Verbindung gebracht. Umso wichtiger ist es, aufmerksam zu sein, wenn Ihr Hund möglicherweise mit einer unbekannten Flüssigkeit in Kontakt gekommen ist.
Mögliche Symptome sind:
Mit fortschreitender Vergiftung können schwere Organschäden auftreten, insbesondere an den Nieren.
Deshalb gilt:
Schon bei Verdacht auf die Aufnahme von Frostschutzmittel sollte umgehend ein Tierarzt oder eine Tierklinik kontaktiert werden. Warten Sie nicht erst, bis deutliche Symptome auftreten.
Wichtig: Je früher eine Vergiftung erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Aussichten für den Hund.
Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Hund Frostschutzmittel aufgenommen haben könnte, zählt jede Minute. Warten Sie nicht ab, ob Symptome auftreten oder von selbst wieder verschwinden.
Versuchen Sie nicht, Erbrechen selbst auszulösen oder Hausmittel anzuwenden. Dies sollte ausschließlich nach tierärztlicher Anweisung erfolgen.
Je früher die Behandlung beginnt, desto größer sind die Chancen, schwerwiegende Organschäden zu verhindern.
Merkhilfe für den Winter:
Verdacht auf Frostschutzmittel = sofort Tierarzt kontaktieren. Lieber einmal zu viel anrufen als einmal zu wenig.