... den Winter

Wenn die Tage kürzer werden, Schnee und Eis Einzug halten und die Temperaturen sinken, stellt uns der Winter vor besondere Herausforderungen. Viele davon betreffen nicht nur uns Menschen, sondern auch unsere Hunde.

Mit dieser neuen Rubrik möchten wir hilfreiche Informationen, praktische Tipps und interessante Hintergründe zu aktuellen Themen rund um den Hund zusammentragen. Ob Streusalz auf Gehwegen, Winterspaziergänge, Silvester oder andere saisonale Besonderheiten: Hier finden Sie Wissenswertes, das den Alltag mit Ihrem Vierbeiner sicherer und angenehmer machen kann.

Klicke einfach auf die einzelnen Themen, um mehr zu erfahren. Vielleicht entdeckst du dabei sogar den einen oder anderen Tipp, den du bisher noch nicht kanntest.

Außerdem haben wir nachfolgend noch eine Kommentarmöglichkeit eingefügt, die ihr nutzen könnt, um uns Hinweise, Tipps oder eigene Erfahrungsberichte zu senden. Wir würden uns sehr freuen!

🐾 Und jetzt viel Freude beim Lesen und Stöbern!

Bild: KI-generiert

Streusalz

Sobald Schnee und Eis die Straßen bedecken, kommt vielerorts Streusalz zum Einsatz. Doch darf eigentlich noch überall gestreut werden? Und warum finden wir trotz teilweiser Einschränkungen oder Verbote immer wieder Salz auf Gehwegen, Straßen und Plätzen? Bevor wir uns den Auswirkungen auf unsere Hunde widmen, lohnt sich ein kurzer Blick auf das Thema Streusalz selbst.

Darf überhaupt noch mit Streusalz gestreut werden?

Viele Hundehalter gehen davon aus, dass Streusalz längst verboten ist. Tatsächlich gibt es in Deutschland jedoch kein bundesweites Verbot. Ob Streusalz auf Gehwegen verwendet werden darf, entscheidet jede Stadt oder Gemeinde selbst. In vielen Kommunen ist der private Einsatz von Streusalz auf Gehwegen verboten oder stark eingeschränkt. Stattdessen sollen umweltfreundlichere Alternativen wie Sand, Splitt oder Granulat verwendet werden. [ffcheck.eu], [wohnschutz.com]

Trotzdem begegnen uns im Winter häufig gestreute Straßen und Wege. Das liegt unter anderem daran, dass kommunale Winterdienste, Räumfahrzeuge oder Straßenmeistereien auf besonders gefährlichen Strecken weiterhin Streusalz einsetzen dürfen. Auch bei extremer Glätte, Eisregen oder an steilen Gefällestrecken sind teilweise Ausnahmen erlaubt. [bussgeldkatalog.org], [schlaunews.de]

Der Grund für die Einschränkungen ist einfach: Streusalz wirkt zwar sehr zuverlässig gegen Eis und Schnee, kann aber Böden, Pflanzen, Gewässer, Bauwerke und Fahrzeuge schädigen. Auch Hunde und andere Tiere leiden darunter, denn Streusalz kann die empfindlichen Pfotenballen reizen und Entzündungen verursachen. [bussgeldkatalog.org], [schlaunews.de]

Gut zu wissen: Auch wenn in deiner Gemeinde der private Einsatz von Streusalz untersagt ist, können Hunde auf Spaziergängen dennoch mit Salz in Kontakt kommen. Besonders an Straßen, Parkplätzen, Bushaltestellen oder stark frequentierten Wegen sollte daher mit Streusalz gerechnet werden. [bussgeldkatalog.org], [schlaunews.de]

💡 Wusstest du schon?
Dass Streusalz im Baumarkt verkauft wird, bedeutet nicht automatisch, dass es vor deinem Haus auch verwendet werden darf. Maßgeblich sind immer die Regelungen deiner jeweiligen Stadt oder Gemeinde.

 

Mehr als nur ein Pfotenproblem

Streusalz: Gefahr durch Lecken und Schneefressen

Die meisten Hundehalter denken bei Streusalz zuerst an gereizte Pfoten. Tatsächlich kann Streusalz jedoch noch weitere Risiken mit sich bringen.

Bleiben Salzkristalle an den Pfoten oder im Fell haften, werden diese beim Putzen häufig abgeschleckt. Dadurch gelangt das Salz in den Magen-Darm-Trakt und kann zu Beschwerden wie Erbrechen oder Durchfall führen.

Besondere Vorsicht ist bei Schnee in Straßennähe geboten. Von außen sieht er oft sauber und harmlos aus, kann aber bereits mit Streusalz oder anderen Stoffen verunreinigt sein. Hunde, die unterwegs regelmäßig Schnee fressen, nehmen diese Stoffe unter Umständen mit auf.

So schützt du deinen Hund

  • Pfoten nach dem Spaziergang mit lauwarmem Wasser abspülen
  • Zwischen den Zehen kontrollieren
  • Schnee- und Eisklumpen entfernen
  • Pfotenballen regelmäßig auf Risse prüfen
  • Pfotenbalsam verwenden
  • Stärker gestreute Wege möglichst meiden

Unser Winter-Tipp

Nach dem Spaziergang dauert die Pfotenkontrolle oft nur wenige Minuten. Diese Routine kann jedoch helfen, Reizungen, kleine Verletzungen und unnötigen Kontakt mit Streusalz frühzeitig zu erkennen.

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Frostschutzmittel

Wenn die Temperaturen sinken, kommt in vielen Fahrzeugen Frostschutzmittel zum Einsatz. Was manche Hundebesitzer jedoch nicht wissen: Bereits kleine Mengen können für Hunde lebensgefährlich werden.

Besonders tückisch ist, dass ausgelaufenes Frostschutzmittel häufig unbemerkt auf Parkplätzen, in Einfahrten oder in Garagenzufahrten landet. Hunde können beim Schnüffeln oder Ablecken damit in Kontakt kommen.

Aus diesem Grund gehört Frostschutzmittel zu den Stoffen, die gerade in der kalten Jahreszeit besondere Aufmerksamkeit verdienen. Ein aufmerksamer Blick auf die Umgebung kann helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen und den Vierbeiner zu schützen.

Warum ist Frostschutzmittel gefährlich?

Viele Frostschutzmittel enthalten Stoffe, die bereits in kleinen Mengen für Hunde hochgefährlich sein können. Besonders problematisch ist, dass manche dieser Flüssigkeiten süßlich schmecken. Dadurch werden sie von Tieren manchmal neugierig aufgenommen. [schlaunews.de]

Nach der Aufnahme können zunächst eher unscheinbare Symptome auftreten, sodass die Gefahr oft nicht sofort erkannt wird. Ohne schnelle Behandlung drohen jedoch schwere gesundheitliche Folgen, insbesondere für die Nieren.

Bereits kleine Mengen können einen Notfall darstellen.

Achten Sie deshalb besonders auf:

  • Pfützen unter abgestellten Fahrzeugen
  • Ausgelaufene Flüssigkeiten in Garagen oder Einfahrten
  • Geöffnete Kanister oder Behälter
  • Bereiche rund um Werkstätten und Parkplätze

Unser Rat: Es versteht sich von selbst, dass man seinen Hund unterwegs möglichst keine unbekannten Flüssigkeiten aufnehmen oder ablecken lässt. Besteht dennoch der Verdacht, dass Frostschutzmittel aufgenommen wurde, sollte umgehend tierärztlicher Rat eingeholt werden.

Gut zu wissen: Im Gegensatz zu Streusalz, das meist durch Pfotenkontakt oder Schneefressen aufgenommen wird, genügt bei Frostschutzmittel oft schon eine sehr kleine Menge, um eine ernste Vergiftung auszulösen.

Welche Symptome treten auf?

Die ersten Anzeichen einer Vergiftung sind oft unspezifisch und werden nicht immer sofort mit Frostschutzmittel in Verbindung gebracht. Umso wichtiger ist es, aufmerksam zu sein, wenn dein Hund möglicherweise mit einer unbekannten Flüssigkeit in Kontakt gekommen ist.

Mögliche Symptome sind:

  • Auffällige Müdigkeit oder Schwäche
  • Unsicherer Gang oder Taumeln
  • Erbrechen
  • Vermehrtes Trinken
  • Häufiges Wasserlassen
  • Appetitlosigkeit
  • Unruhe oder Teilnahmslosigkeit

Mit fortschreitender Vergiftung können schwere Organschäden auftreten, insbesondere an den Nieren.

Deshalb gilt:

Schon bei Verdacht auf die Aufnahme von Frostschutzmittel sollte umgehend ein Tierarzt oder eine Tierklinik kontaktiert werden. Warte nicht erst, bis deutliche Symptome auftreten.

Wichtig: Je früher eine Vergiftung erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Aussichten für den Hund.

Was ist im Ernstfall zu tun?

Hast du den Verdacht, dass dein Hund Frostschutzmittel aufgenommen haben könnte, zählt jede Minute. Warte nicht ab, ob Symptome auftreten oder von selbst wieder verschwinden.

  • Bewahre Ruhe.
  • Nimm deinen Hund sofort aus dem Gefahrenbereich.
  • Kontaktiere umgehend deinen Tierarzt oder die nächstgelegene Tierklinik.
  • Teile mit, wann die mögliche Aufnahme stattgefunden hat und um welchen Stoff es sich möglicherweise handelt.
  • Falls vorhanden, nimm die Verpackung oder ein Foto des Produkts mit.

Versuche nicht, Erbrechen selbst auszulösen oder Hausmittel anzuwenden. Dies sollte ausschließlich nach tierärztlicher Anweisung erfolgen.

Je früher die Behandlung beginnt, desto größer sind die Chancen, schwerwiegende Organschäden zu verhindern.

Merkhilfe für den Winter:
Verdacht auf Frostschutzmittel = sofort Tierarzt kontaktieren. Lieber einmal zu viel anrufen als einmal zu wenig.

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Dunkelheit

Mit den kürzeren Tagen verlagern sich viele Spaziergänge in die frühen Morgen- oder Abendstunden. Nebel, Regen, Schnee und schlechte Sichtverhältnisse sorgen dafür, dass Hunde und ihre Menschen im Straßenverkehr oft erst spät wahrgenommen werden.

Besonders Hunde mit dunklem Fell können in der Dämmerung oder Dunkelheit schnell übersehen werden. Dabei geht es nicht nur um Straßen und Autos. Auch Radfahrer, Jogger oder andere Spaziergänger (mit Hund) erkennen entgegenkommende Hunde häufig erst im letzten Moment.

Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich die Sichtbarkeit jedoch deutlich verbessern. Reflektierende Accessoires, Leuchtmittel und eine erhöhte Aufmerksamkeit tragen dazu bei, dass Mensch und Hund sicher durch die dunkle Jahreszeit kommen.

Gut zu wissen: Viele Hundehalter achten auf ihre eigene Sicht im Dunkeln, werden aber selbst oft erst sehr spät gesehen. Gute Sichtbarkeit sollte daher immer für Mensch und Hund gelten.

Unterwegs

Wenn es draußen früh dunkel wird, sind Hunde für andere Verkehrsteilnehmer oft nur schwer zu erkennen. Gerade an Straßen, auf unbeleuchteten Wegen oder beim Überqueren von Straßen kann eine gute Sichtbarkeit deshalb entscheidend sein.

Leuchten und Reflektieren:
Leuchthalsbänder, Leuchtanhänger oder reflektierende Halsbänder und Geschirre machen deinen Hund schon aus einiger Entfernung besser sichtbar. Besonders praktisch sind Produkte, die von allen Seiten gut zu erkennen sind. Achte bei Leuchthalsbändern außerdem auf einen sicheren Sitz und darauf, dass die Leuchtfunktion zuverlässig funktioniert.

Auch du solltest sichtbar sein:
Nicht nur dein Hund, sondern auch du selbst solltest bei Spaziergängen im Dunkeln gut gesehen werden. Reflektierende Elemente an Kleidung, Leine oder Jacke und gegebenenfalls eine kleine Taschen- oder Stirnlampe erhöhen die Sichtbarkeit zusätzlich.

Unser Tipp:
Kontrolliere regelmäßig Batterien und Akkus und teste die Beleuchtung vor dem Spaziergang. Bei einem freilaufenden Hund sollte die Beleuchtung auch dann sichtbar bleiben, wenn er sich einige Meter von dir entfernt. Aber vielleicht überlegst du dir nochmal, ob du deinen Hund überhaupt im Dunkeln von der Leine nimmst.

Im Straßenverkehr

Im Dunkeln werden Entfernungen und Geschwindigkeiten schlechter eingeschätzt – sowohl von dir als auch von anderen Verkehrsteilnehmern. Besonders an Straßen, Kreuzungen und Einfahrten ist deshalb zusätzliche Vorsicht gefragt.

Gut sichtbar heißt nicht automatisch sicher:
Auch wenn dein Hund leuchtet oder reflektiert, solltest du ihn in der Nähe von Straßen möglichst kurz führen und aufmerksam bleiben. Beim Überqueren einer Straße gilt: Erst stehen bleiben, schauen und sicherstellen, dass herannahende Fahrzeuge euch wahrgenommen haben.

Leine statt Freilauf:
Auf unübersichtlichen oder schlecht beleuchteten Wegen sollte dein Hund besser angeleint bleiben. Ein plötzlich auftauchendes Fahrzeug, Fahrrad oder ein anderer Hund kann ihn erschrecken und zu einer unkontrollierten Reaktion führen.

Unser Tipp:
Wähle für Spaziergänge im Dunkeln möglichst gut einsehbare Wege und halte ausreichend Abstand zum Straßenverkehr. Eine gut sichtbare Leine und reflektierende Elemente an deiner Kleidung sorgen dafür, dass ihr als Team wahrgenommen werdet.

Spaziergang im Dunkeln

Im Dunkeln verändert sich die gewohnte Umgebung: Unebenheiten, Pfützen, Äste oder andere Hindernisse sind schlechter zu erkennen. Auch dein Hund kann sich bei ungewohnten Geräuschen oder plötzlich auftauchenden Personen und Tieren erschrecken.

Lieber bekannte Wege wählen:
Wenn möglich, eignen sich für Spaziergänge bei Dunkelheit Wege, die du gut kennst und die ausreichend beleuchtet oder übersichtlich sind. Auf unbekannten Strecken können Stolperstellen, Löcher oder andere Gefahren leicht übersehen werden.

Besonders aufmerksam in Waldnähe:
Im Dunkeln sind Wildtiere oft nur schwer zu erkennen. Ein Reh, Fuchs oder anderes Tier kann plötzlich aus dem Gebüsch auftauchen und deinen Hund erschrecken. Ein unerwarteter Sprung in die Leine kann dabei schnell passieren. Deshalb sollte dein Hund in Waldnähe und auf wenig einsehbaren Wegen besser angeleint bleiben.

Sicher unterwegs:
Auch ein sonst zuverlässiger Hund kann sich erschrecken, losreißen und einem Tier hinterherlaufen. Im Dunkeln ist er dann möglicherweise nur schwer zu sehen und wiederzufinden. Eine gut sitzende Leine bzw. ein gut angepasstes Geschirr und eine zuverlässige Beleuchtung helfen, solche Situationen zu vermeiden.

Unser Tipp:
Eine Taschen- oder Stirnlampe hilft nicht nur dabei, den Weg auszuleuchten. Du kannst damit auch besser erkennen, ob dein Hund etwas aufgenommen hat oder sich beispielsweise an einer Pfote verletzt hat. Und ganz nebenbei macht zusätzliches Licht euch für andere Spaziergänger und Radfahrer besser sichtbar.

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Weihnachten

Lichterglanz, Plätzchenduft und gemütliche Stunden – Weihnachten ist eine besondere Zeit. Für unsere Hunde gibt es dabei allerdings einiges zu entdecken, was nicht immer gut für sie ist. Mit ein paar einfachen Vorsichtsmaßnahmen lassen sich kleine und große Weihnachtsgefahren vermeiden – und Zwei- und Vierbeiner können die festliche Zeit entspannt gemeinsam genießen.

Weihnachtsleckereien

Schokolade & Kakao
Für Hunde giftig. Je höher der Kakaoanteil, desto gefährlicher. Schokolade und Schoko-Plätzchen daher immer außer Reichweite aufbewahren.

Rosinen & Sultaninen
Schon kleine Mengen können bei Hunden zu schweren Nierenschäden führen. Sie gehören deshalb nicht in den Hundenapf.

Xylit / Xylitol (Birkenzucker)
Besonders gefährlich! Der Süßstoff steckt unter anderem in zuckerfreien Backwaren und kann bei Hunden einen lebensbedrohlichen Blutzuckerabfall auslösen.

Plätzchen & Co.
Auch „nur ein kleines Stück“ vom Weihnachtsteller sollte besser nicht im Hundemagen landen: Viel Zucker und Fett können zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Je nach Rezept können außerdem problematische Zutaten wie Schokolade, Rosinen oder Xylit enthalten sein.

Deko & Co.

Lametta & Geschenkband
Was glitzert und raschelt, ist für viele Hunde interessant – verschluckt können Lametta, Geschenkband oder Schnüre jedoch gefährlich werden und den Darm verletzen oder verschließen.

Christbaumkugeln & Lichterketten
Zerbrochene Kugeln können Schnittverletzungen verursachen. Kabel von Lichterketten sollten so verlegt werden, dass sie nicht angeknabbert werden können.

Kerzen
Kerzen nie in Reichweite des Hundes brennen lassen. Ein enthusiastisches Schwanzwedeln, und die Kerzen fliegen durch die Gegend. Umgestoßene Kerzen können - abgesehen von hässlichen Wachsflecken auf Möbeln und Teppich - Verbrennungen oder sogar einen Brand verursachen. LED-Kerzen sind eine sichere Alternative.

Adventszeit und Pflanzen

Weihnachtsstern, Mistel & Co.
Viele beliebte Weihnachts- und Dekopflanzen können bei Hunden Magen-Darm-Beschwerden oder andere Vergiftungserscheinungen verursachen. Deshalb: lieber außer Reichweite aufstellen.

Christbaumwasser
Auch wenn das Wasser im Christbaumständer zunächst harmlos wirkt, können sich darin Bakterien, Schimmel oder Stoffe aus dem Baum bzw. zugesetzte Mittel sammeln. Stelle den Christbaumständer deshalb möglichst so auf, dass dein Hund nicht daraus trinken kann und sorge auf jeden Fall für einen stabilen und sicheren Stand des Baumes, damit ein Umfallen verhindert wird und sich Baum mitsamt Deko und Wasser nicht in deinem Wohnzimmer verteilt.

Unser Tipp für entspannte Weihnachten
Plätzchenteller, Geschenke und Dekorationen so aufbewahren, dass neugierige Hundenasen nicht herankommen. Und auch Gäste sollten wissen: Weihnachtsleckereien gehören nicht in die Hundeschnauze.

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Silvester

Silvester ist für Hunde ganz unterschiedlich: Während manche beim ersten Knall am liebsten unter dem Sofa verschwinden, würden andere – wie kleine Abenteurer – dem Feuerwerk am liebsten hinterherlaufen. Beides kann gefährlich werden. Denn auch ein neugieriger oder gelassener Hund kann sich durch einen unerwarteten Knall erschrecken, unkontrolliert losrennen oder sich an Feuerwerkskörpern verletzen.

Deshalb gilt rund um den Jahreswechsel: Lieber einmal mehr vorsichtig sein! Feuerwerk wird häufig schon Tage vor Silvester und auch noch danach gezündet. Spaziergänge, Sicherung und die Umgebung zu Hause sollten deshalb nicht nur in der Silvesternacht besonders gut im Blick behalten werden.

Mit ein paar einfachen Vorbereitungen könnt ihr entspannt ins neue Jahr starten – ganz gleich, ob euer Hund Feuerwerk verschläft, neugierig beobachtet oder lieber einen sicheren Rückzugsort aufsucht.

Gut vorbereitet zu Hause

Mit einer guten Vorbereitung lässt sich die Silvesternacht für Hund und Mensch deutlich entspannter gestalten. Wichtig ist vor allem, dass dein Hund nicht unbemerkt nach draußen gelangen kann und du ihm einen sicheren Rückzugsort bietest.

Fenster und Türen geschlossen halten:
Während der Knallerei sollten Fenster, Balkon- und Terrassentüren geschlossen bleiben. Auch ein Garten sollte nicht als sicherer Ort angesehen werden – ein erschreckter Hund kann versuchen, über Zäune oder andere Hindernisse zu flüchten.

Nicht allein lassen:
Wenn dein Hund große Angst vor Feuerwerk hat, sollte er möglichst nicht allein zu Hause bleiben. Bleib bei ihm und beobachte sein Verhalten. Viele Hunde suchen die Nähe ihrer Bezugsperson, andere ziehen sich lieber zurück.

Rechtzeitig vorsorgen:
Wenn dein Hund bereits in den vergangenen Jahren sehr starke Angst vor Silvester hatte, sprich frühzeitig mit deiner Tierarztpraxis. Gemeinsam kann besprochen werden, welche Unterstützung für deinen Hund sinnvoll ist. Medikamente oder andere Maßnahmen sollten nicht erst in letzter Minute organisiert oder ohne tierärztliche Rücksprache eingesetzt werden.

Und ganz wichtig:
Feuerwerk gehört niemals in die Nähe von Hunden. Auch abgebrannte Raketen, Böllerreste und andere Feuerwerkskörper sollten nicht zum Schnüffeln oder Spielen herumliegen. Sie können Verletzungen verursachen oder giftige Rückstände enthalten.

Unser Tipp:
Plane den Silvesterabend möglichst ruhig und vertraut. Ein gefüllter Kong, Schleckmatte oder ein anderer bekannter Beschäftigungsgegenstand kann für Ablenkung sorgen – aber nur, wenn dein Hund in dieser Situation überhaupt fressen oder spielen möchte.

Feuerwerk & Lärm

Für viele Hunde ist Silvester eine enorme Belastung. Plötzliche Knallgeräusche, Lichtblitze und ungewohnte Gerüche können Angst und Stress auslösen – auch bei Hunden, die bisher unempfindlich auf Geräusche reagiert haben.

Ruhige Rückzugsmöglichkeiten schaffen:
Richte deinem Hund schon vor Silvester einen geschützten Platz ein, an den er sich jederzeit zurückziehen kann. Ein vertrautes Körbchen, eine Decke oder eine offene Box in einem möglichst ruhigen Raum können dabei helfen. Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben, um Lärm und Lichtblitze möglichst abzuschirmen.

Ruhe bewahren:
Versuche, selbst möglichst gelassen zu bleiben und deinem Hund Sicherheit zu vermitteln. Nähe und Körperkontakt sind vollkommen in Ordnung, wenn dein Hund danach sucht. Zwinge ihn aber nicht zum Spielen, Fressen oder Kuscheln, wenn er lieber seine Ruhe möchte.

Geräusche reduzieren:
Vorhänge oder Rollläden können Lichtblitze abschirmen. Radio, Fernseher oder ruhige Musik können zusätzlich helfen, die Außengeräusche etwas zu überdecken.

Unser Tipp:
Bereite den Rückzugsort bereits einige Tage vor Silvester vor, damit dein Hund ihn nicht erst in einer stressigen Situation kennenlernen muss.

Sicher unterwegs

Rund um Silvester besteht draußen ein besonderes Risiko: Knaller und Raketen können jederzeit und teilweise schon Tage vor oder nach dem Jahreswechsel gezündet werden. Ein plötzliches Geräusch kann selbst einen sonst entspannten Hund erschrecken und zur Flucht bringen.

Leine dran:
In den Tagen rund um Silvester sollte dein Hund draußen besser immer angeleint bleiben – auch wenn er normalerweise zuverlässig ohne Leine läuft. Besonders wichtig ist eine sichere Verbindung zwischen Hund und Mensch. Bei ängstlichen oder schreckhaften Hunden kann zusätzlich ein gut sitzendes Geschirr sinnvoll sein.

Doppelt gesichert ist sicherer:
Bei Hunden, die zu Angst oder Fluchtverhalten neigen, kann eine doppelte Sicherung aus Halsband und gut sitzendem Geschirr zusätzlichen Schutz bieten. Eine sogenannte Panik- oder Sicherheitsleine kann ebenfalls verhindern, dass sich der Hund im Schreckmoment losreißt.

Gassirunden planen:
Die längeren Spaziergänge am besten auf die ruhigeren Tageszeiten legen. Wenn möglich, kurz vor Mitternacht und während der stärksten Knallerei nur noch eine kurze Runde in unmittelbarer Nähe des Hauses machen.

Unser Tipp:
Kontrolliere vor Silvester, ob Halsband, Geschirr und Leine wirklich sicher sitzen. Außerdem sollte dein Hund gekennzeichnet und registriert sein, damit er im Fall einer Flucht schneller wieder zugeordnet werden kann.

Wir hoffen, dass dir unsere Rubrik gefallen hat und du Wissenswertes und Wichtiges daraus entnehmen konntest. Natürlich gibt es trotz intensiver Recherche noch genug Infos, die hier nicht zur Sprache kamen. Deshalb wäre es ganz wunderbar, wenn du uns deine eigenen Erfahrungen und Tipps zusenden könntest. Fülle das unten angefügte Formular gerne zu - Wichtige Tipps werden wir hier in die Seite aufnehmen. Wir werden deinen Namen kürzen und keine persönlichen Daten preisgeben.

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